Gelungene Werbung für eine schallreduzierte Diamantscheibe

Silencio

 

Eine sehr gelungene Werbung gibt es von Norton-Clipper für die schallreduzierte Diamantscheibe “Silencio”.
Norton beschreibt diese Diamantscheibe so:
“Bei Arbeiten in sensiblen Bereichen wie Fußgängerzonen, Schulen oder Krankenhäuser rückt das Thema Lärmreduzierung oder -vermeidung immer mehr in den Vordergrund.
Unser Konzept: Wir reduzieren den Lärm direkt an der Quelle – mit der neuen NORTON SILENCIO um bis zu 15 dB(A)! Dabei werden gezielt die für das menschliche Ohr unangenehm hohen Frequenzen deutlich reduziert (Pfeifeffekt). “
Gut gemacht dieses Bild mit den Gehörschützern, die man übrigens grundsätzlich beim Arbeiten mit Diamantscheiben tragen sollte, nein muß.
Hinweis auf der abgebildeten Scheibe: (Pfeil von oben nach unten): zeigt das Symbol Nass- und Trockenschneitt.
(Pfeil links nach rechts): gibt an, dass die Scheibe der eutopäischen Norm EN13236 entspricht. Insgesamt eine vorbildliche Beschriftung.

Thema Sicherheit bei Diamantscheiben

Diamantscheiben WandDass das Arbeiten mit Diamantscheiben sehr gefährlich ist, liegt auf der Hand. Eine Diamantscheibe Ø 350 mm dreht sich z.B. auf einem Fugenschneider erheblich über 3000 x pro Minute und auf einem Winkelschleifer auch locker 13.000 x pro Minute. Die Gefahr, sich bei diesen Arbeiten zu verletzen ist groß.
Das Bayerische Staatsministerium für Verbraucherschutz hat im Internet eine sehr gute Seite unter dem Titel “Sicherheitsanforderungen an Trenn- und Schruppscheiben” veröffentlich, die sich besonders an Heimanwender richtet.

Die Größen der Diamantscheiben

k-1260-mit diamantscheibe

In der Regel gelten folgende Größen der Diamantscheiben als Standard (Scheibendurchmesser in mm):

für Winkelschleifer:
115, 125. 180, 230

für Fliesenschneider:
200, 230, 250

für Steintrennmaschinen:
300, 350, 400, 500

für Blocksteinsägen:
600, 650, 900, 1000

für Trennschleifer (Motorflex)
350, 400

für Wandschlitzfräsen:
150, 180

für Fugenschneider:
350, 400, 450, 500, 600, 700, 750, 800, 900, 1000, 1200

Woran erkenne ich, ob eine Diamantscheibe den Sicherheitsanforderungen entspricht?

Norton Diamantscheibe

Die Sicherheit der Anwender, des Bedienungspersonal muß allerhöchste Priorität haben.
Für Korundscheiben und für Diamantscheiben gibt es entsprechende europäische Normen:

1. Für Diamantscheiben gilt die Norm EN13236.
Diese Norm regelt sowohl die Sicherheit, als auch die Qualität von Diamantscheiben.
Diamantscheiben, die dieser Norm entsprechen, kann man als Qualitätsscheibe bezeichnen.

2. oSa – die Abkürzung für “Organisation for Safety of Abrasives”.
Die Mitglieder der oSa haben sich verpflichtet, alle Fertigungsprozesse auf die strikten Regeln der EN13236 auszurichten. Die Mitglieder de oSa werden darauf überprüft. Wenn man also auf einem Produkt das oSA Logo sieht, kann man sicher sein, ein Produkt zu haben, das Qualität und Sicherheit bietet.
Aber auch die qualitativ beste und sicherste Diamantscheibe kann hochgefährlich sein, wenn sie unsachgemäß eingesetzt wird oder die Sicherheitsempfehlungen und Vorschriften nicht eingehalten werden. Continue reading

Sonderformen von Diamantscheiben – 3 “Shoxx” geschmiedete Segmente 20 mm

Shoxx Diamantscheibe

Die Mehrzahl der am Markt befindlichen Diamantscheiben werden in China hergestellt. Namhafte Hersteller haben in China entweder eigene Werke oder haben eine eigene Qualitätskontrollen mit deutschen Ingenieuren oder Technikern vor Ort, so dass gleichmäßige Qualitäten gesichert sind. Es gibt aber auch reine Importeure, die ihr Label auf die Scheiben kleben. Continue reading

Sonderformen von Diamantscheiben 2 = “geräuschreduziert”

Diamantscheibe geraeuschreduziert

“Musik wird oft nicht schön gefunden,
Weil sie stets mit Geräusch verbunden.”
(Wilhelm Busch)
Wenn das Schneiden von Gestein etwas mit Musik zu tun hätte, so wäre das sicher ein sehr angenehmes Geräusch. Aber da kann man besser von Lärm, teilweise sogar von infernalischem Lärm sprechen. Diamantscheiben bringen es beim Schneiden schon auf 115 dB(A). Auf Baustellen ist das meist kein so großes Problem, da ist immer Lärm von den Baumaschinen, egal ob Mischer, Kreissäge oder Bohr- und Schleifwerkzeug. Aber das Bedienungspersonal schützt sich sich mit speziellen Gehörschützern vor diesem Lärm. Aber in Wohngebieten, in der Nähe von Altenheimen, Krankenhäusern oder sogar innerhalb von Gebäuden wird dieser Lärm frei nach Wilhelm Busch, als sehr störend empfunden. Continue reading

Diamantscheiben – trocken oder nass schneiden?

Trocken oder Nassschnitt?
Wie beim Haareschneiden beim Friseur, ist es oft Ansichtssache.
Wer Betonelemente schneidet, nimmt sicher den Nassschnitt, er kann so tiefer ins Material schneiden und so durch die zusätzliche Kühlung die Lebensdauer verlängern. Der Nassschnitt wird auch immer dann den Vorzug erhalten, wenn es um die Bindung von Staub geht. Continue reading

Über die Segmente der Diamantscheiben – 2

Sehr gut kann man die Segmente optisch unterscheiden.
Hier die gängigsten Beispiele, die auch schon sehr viel über das Schnittverhalten aussagen:

1. Segmentierte Diamantscheibe

BildDiese Diamantscheibe hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Kreissägeblatt, nur dass die Segmente nicht spitz zugehen. Sie ist weit verzahnt, das Segmentbild wird auch sog. “U-Schlitz” genannt. Diese Form der Segmente ist am weitesten verbreitet und gehört zu den Standardsegmenten. Eine Diamantscheiben mit diesen Segmenten zeichnet sich besonders aus durch:
- gute Schnittkante
- sehr gute Kühlung
- Einsatz mittelharte bis weiche Materialien
Deutlich hier zu erkennen,dass die Segmente auf einem kleinen Steg sitzen. Hier ist darauf zu achten, dass bei den in Prospekten angegebene Segmenthöhe dieser Steg nicht mitgerechnet wird, denn er gehört zum Stahlkern und nicht zum Segment. Da wird immer gerne ein wenig getrickst.

2. Überall da, wo es auf besonders saubere Schnittkanten ankommt, wie bei Fliesen und Feinsteinzeug, kommt ein anderer Typ zum Einsatz, eine Diamantscheibe mit geschlossenem Rand:

2. Geschlossener Rand:
BildHier sind keine Einzelsegmente sichtbar. Diamantscheiben, die einen geschlossenen Schneidrand besitzen haben ihren Einsatzzweck besonders wo Naturstein wie Marmor und Granit, Fliesen, und Feinsteinzeug geschnitten wird. Zu Feinsteinzeug später mehr.
Die Schnittkanten müssen besonders sauber geschnitten werden, dürfen keine Ausreisser oder Abplatzungen haben und deshalb sind die Segmente oft recht dünn, damit sie in harten Materiakl auch sehr schnittfreudig sind.
Diese Scheibe zeichnet sich aus durch:
- sehr saubere Schnittkanten
- für dünne Querschnitte
- Einsatz speziell für Porzellan, Naturstein, Keramik, Fliesen.

Auf den ersten Blick ist die Diamantscheibe mit einem geschlossenen, genuteten Rand ähnlich der Scheibe, die obern abgebildet ist. Hier gibt es auch noch eine Sonderform mit stumpf verbundenen Segmenten. Meist anzutreffen ist aber dieser Typ mit genutetem, geschlossenem Rand:

3. genuteter, geschlossener Rand:
BildHier sieht man zwei Eigenschaften sehr deutlich: Das Segment ist breiter als der Stahlkern, darüber habe ich ja schon etwas geschrieben. Ganz deutlich sind die Nuten in dem Segment erkennbar. Diese Diamantscheiben werden auch Turboscheiben genannt.
Diese Diamantscheibe wird eingesetzt für
- saubere Schnittkanten
- höhere Schnitttiefe
- armierten Beton.  Hierunterscheidet man noch enge bis weite Nuten

Je nach Bindung wird sie sehr gerne auch zum Schneiden von armierten Beton eingesetzt, oder auch da, wo es auf Schnelligkeit und saubere Schnittkanten ankommt. Aber auch zum Scheiden des überaus harten Feinsteinzeug wird gerne dieser Segmenttyp mit einer entsprechenden Bindung eingesetzt.

Die vierte Diamantscheibe, deren Segmente ich vorstelle, besitzt sogenannte integrale Segmente.

Integrale Segmente:
BildAuf den ersten Blick könnte man meinen, da der Rand nicht eindeutig geschlossen ist, wäre diese Form nicht für saubere Schnitte geeignet. Aber gerade auch die integralen Segmente garantieren sehr saubere Schnitte.
Manche Schlitze haben eine so ausgeprägte Form, dass sie “Schlüsselloch-Segmente” genannt werden.
Diese Scheiben werden eingesetzt bei:
- harten Materialien
- sauberen Schnittkanten
- hoher Schnitttiefe

Über die Segmente der Diamantscheiben – 1

SegmenteUnterschieden werden die Segmente nach mehreren Kriterien. Ist das zu schneidende Material sehr hart, z.B. Beton, harter Naturstein oder auch Feinsteinzeug, so muß die Bindung der Segmente weich sein, damit immer genügend Diamantsplitter zum Trennen an der Schneidspitze zur Verfügung stehen. Auch wenn Diamantscheiben vor der Auslieferung geschärft werden, kommt es immer wieder einmal vor, dass eine Scheibe mit weicher Bindung stumpf wird, aber noch genügend Segmenthöhe aufweist. Da hilft ein alter Trick. Einen weichen, abrasiven Stein nehmen, z.B. einen Kalksandstein, und in diesem Material ein paar Schnitte machen. Damit kann recht einfach eine stumpfe Diamantscheibe nachgeschärft werden. Manche nehmen auch einen Schärfstein, den es für wenige Euro im Fachhandel zu kaufen gibt. Continue reading

Über Diamantscheiben (1)

DiamantscheibenIch erinnere mich noch an Korundscheiben, besandete Textilscheiben, die zum Trennen von Naturstein, Fliesen, Asphalt und Beton eingesetzt wurden. Der Verschleiß war entsprechend groß und das Schnittverhalten eher mäßig. Heute finden Korundscheiben noch Einsatz beim Trennen von Metallen und auch auf kleinen Winkelschleifern.

Diamantscheiben aber werden nahezu ausschließlich zum Trennen von Beton, Naturstein, Asphalt und Fliesen eingesetzt und sind heute nicht mehr wegzudenken.

Aber es gibt nicht nur qualitativ große Unterschiede bei diesen Produkten. Besonders bei den “No name” Scheiben ist Vorsicht geboten. Wichtig beim Kauf ist, dass sie die Sicherheitsstandards einhalten ( EN 12413 und EN 13236 ) Continue reading